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Title: |
Umwelt und Gesellschaft. |
| Sub-title: |
LĂ€ndlicher Wandel, staatliche Planung und Demokratisierung in der Bundesrepublik Deutschland |
Search Result:
| By (author): |
Sebastian Strube |
| ISBN10-13: |
3525317115 : 9783525317112 |
| Format: |
Hardback |
| Pages: |
256 |
| Weight: |
.000 Kg. |
| Published: |
Vandenhoeck & Ruprecht - July 2013 |
| List Price: |
57.99 Pounds Sterling |
| Availability: |
No Sales Rights
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| Subjects: |
Religion & beliefs : Social & cultural anthropology, ethnography : Central government policies : Regional government : Regional & area planning |
| Zwischen 1961 und 1979 nahmen Dörfer Ă"ber 40.000 Mal am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teil. Kein anderes Programm erreichte den lĂ€ndlichen Raum in dieser Breite und IntensitĂ€t. Dabei war der Wettbewerb von Anfang an mehr, als ein simpler Blumenschmuckwettbewerb, bei dem es nur darum ging, dass die Dorfbewohner ihre Heimat möglichst schön oder - wie manche Kritiker auch meinten - kitschig ausschmĂ"ckten. Seit 1961 war der Wettbewerb vor allem ein zentrales Mittel, um die Neuordnung des lĂ€ndlichen Raumes voranzutreiben und zu gestalten. Dies alles zu einer Zeit, zu der eine Welle der Modernisierung Ă"ber das Land hinwegging und sich der lĂ€ndliche Raum in einem AusmaĂ verĂ€nderte wie seit Jahrhunderten nicht mehr: Der Wettbewerb begleitete und beförderte das Ende einer "bĂ€uerlichen Volkskultur", die bis in die 60er Jahre hinein das Leben auf dem Lande bestimmt hatte. Gleichzeitig trug er wesentlich zur Etablierung eines modernen, funktional ausdifferenzierten lĂ€ndlichen Raumes mit bei. Auch abgelegene lĂ€ndliche Gebiete wurden nun als Wirtschafts-, Wohn- und Erholungsraum in die Bundesrepublik integriert. Um dieses Ziel zu verwirklichen, fanden sich höchst unterschiedliche Experten, Politiker und FunktionĂ€re zusammen. Persönlichkeiten wie Graf Lennart Bernadotte von der Insel Mainau prĂ€gten den Wettbewerb ebenso entscheidend wie der NS-Landschaftgestalter Heinrich Wiepking oder der ehemalige Landwirtschaftsminister und BundesprĂ€sident Heinrich LĂ"bke. |
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