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Title: Wissenschaftliche Monographien zum Alten und Neuen Testament
Sub-title: Testament
By (author): Christine Schlund
ISBN10-13: 3788720875 : 9783788720872
Format: Hardback
Pages: 254
Weight: .000 Kg.
Published: Neukirchener Theologie - July   2005
List Price: 47.99 Pounds Sterling
Availability: No Sales Rights 
Subjects: Religion & beliefs : German
In allen vier Evangelien spielt das Pesachfest eine prominente Rolle. WĂ ¤hrend bei den Synoptikern Jesu letztes Mahl als ein Pesachmahl dargestellt wird, stirbt Jesus im Johannesevangelium bereits am "RĂ "sttag" des Pesach. Anders als die synoptischen Evangelien aber, die dem Fest auà Ÿerhalb des unmittelbaren Mahl-Kontexts keiner- lei Aufmerksamkeit schenken, erwĂ ¤hnt das Johannesevangelium mehrere Pesachfeste im Zusammenhang des Wirkens Jesu. Die Kapitel 12-19 sind dann ganz auf dem Hintergrund der anbrechenden Pesachzeit gestaltet. Ob es aber tatsĂ ¤chlich so etwas wie ein "Pesach-Thema" im Johannesevangelium gibt und ob Jesus fĂ "r den Autor des Evangeliums an Stelle eines zu schlachtenden Pesachtieres am Kreuz stirbt, ist in der neutestamentlichen Forschung keinesfalls unumstritten. Auch dort, wo eine solche Beziehung angenommen wird, kann deren Funktion im Gesamtduktus des Evangeliums oft nur unzureichend bestimmt werden. Und schlieà Ÿlich: Wie ist der Zusammenhang zwischen der auf dem Pesach-Hintergrund gestalteten Kreuzigung und dem SĂ "nden tragenden Lamm Gottes aus Joh 1,29 zu denken? Diesem Fragenkomplex widmet sich die vorliegende Studie, in dem sie zunĂ ¤chst die traditionsgeschichtlichen Voraussetzungen umfassend zu klĂ ¤ren versucht. Das Interpretationspotential von Pesach wird anhand einer grĂ "ndlichen Analyse der zur VerfĂ "gung stehenden frĂ "hjĂ "dischen Texte (Septuaginta, Philo von Alexandrien, Jo- sephus, JubilĂ ¤enbuch u.a.) untersucht. In einem zweiten Teil wird die Realisierung dieses Potentials in den neutestamentlichen Texten beschrieben, schwerpunktmĂ ¤Ă Ÿig im Johannesevangelium, aber auch im 1. Korintherbrief. Ein wichtiges Ergebnis der Untersuchungen ist dabei, dass das "apotropĂ ¤ische" (Unheil abwendende) VerstĂ ¤ndnis des ursprĂ "nglichen Ă ¤gyptischen Pesach fĂ "r die Autoren der besprochenen Texte noch wesentlich prĂ ¤sen- ter ist, als dies bislang angenommen wurde. Ein abschlieà Ÿender Ausblick auf die Rezeption des Pesach in der christlichen Literatur des 2. Jahrhunderts (Melito von Sardis) und die Weiterentwicklung auf jĂ "discher Seite in den Targumen kann die gewonnenen Ergebnisse bestĂ ¤tigen und rundet die Studie ab.
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