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Title: |
Wissenschaftliche Monographien zum Alten und Neuen Testament |
| Sub-title: |
Testament |
Search Result:
| By (author): |
Gerlinde Baumann |
| ISBN10-13: |
3788721073 : 9783788721077 |
| Format: |
Hardback |
| Pages: |
285 |
| Weight: |
.000 Kg. |
| Published: |
Neukirchener Theologie - July 2005 |
| List Price: |
47.99 Pounds Sterling |
| Availability: |
No Sales Rights
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| Subjects: |
Religion & beliefs : German |
| In christlicher Theologie werden alttestamentliche Gottesbilder hĂ ¤ufig als sehr gewalttĂ ¤tig empfunden. Wenig Aufmerksamkeit fĂ ¤llt dabei auf Stimmen innerhalb des Alten Testaments, die sich mit der GewalttĂ ¤tigkeit Gottes reflektierend und kritisch auseinandersetzen. Dies versucht die vorliegende Studie zu tun. Sie untersucht, in welcher Weise dem Corpus der vorexilischen prophetischen Schrift Nahum in nachexilischer Zeit durch Voranstellung eines einleitenden Psalms (Nah 1,2-8) eine neue Deutung verliehen wurde. Im Mittelpunkt steht dabei die traditionsgeschichtliche Untersuchung von Nah 1,2-8. Der Nahum-Psalm erscheint als enorm anspielungsreicher Text, der viele Ă ¤ltere Traditionen verarbeitet. Der entfesselten GewalttĂ ¤tigkeit Gottes gegen Assur bzw. Ninive im Nahum-Corpus (Nah 1,9ff) wird auf diese Weise ein Bild Gottes vorangestellt, das sich stĂ ¤rker an rechtlichen Vorstellungen orientiert. Gott Ă "bt Vergeltung und ist gerechterweise zornig, wenn er gegen seine Feinde angeht. Mit Hilfe der literaturwissenschaftlichen Methodik der IntertextualitĂ ¤t werden die Ergebnisse der Exegese noch einmal vertieft. Hier wird besonders nach der Verarbeitung Ă ¤lterer, geprĂ ¤gter Wendungen im Nahum-Psalm gefragt. Sowohl der Beginn des Nahum-Psalms (Nah 1,2f)als auch der Schluss der prophetischen Schrift Micha (Mi 7,18-20) nehmen in Zitat und Anspielung auf die sog. "Gnadenformel" (Ex 34,6f) Bezug. Hierdurch wird die zornige Seite Gottes eng mit dem gnĂ ¤digen und vergebenden Gott verknĂ "pft. Der gĂ ¶ttlichen GewalttĂ ¤tigkeit, die bei Nahum als notwendig und gerechtfertigt erscheint, wird durch die Positionierung in einem grĂ ¶Ă Ÿeren Deutungshorizont des ZwĂ ¶lfprophetenbuchs das "letzte Wort" verweigert. |
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