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Title: |
Unter eigener Leitung und Ordnung |
| Sub-title: |
Die Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland, systemtheoretisch untersucht |
Search Result:
| By (author): |
Richard Schmiedeke |
| ISBN10-13: |
3788723556 : 9783788723552 |
| Format: |
Paperback |
| Pages: |
312 |
| Weight: |
.000 Kg. |
| Published: |
Neukirchener Theologie - March 2009 |
| List Price: |
42.99 Pounds Sterling |
| Availability: |
No Sales Rights
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| Subjects: |
Religion & beliefs : German |
| Den Anlass zu dieser Untersuchung bildet eine Erfahrung, die ich als Gemeindepfarrer gemacht habe. Damals wurde ich zur Vakanzvertretung in eine Gemeinde geschickt, deren einzige Pfarrstelle soeben frei geworden war. Unmittelbar nach dem Freiwerden der Pfarrstelle trat das Presbyterium geschlossen zurà "ck. Ich sollte gemeinsam mit zwei Bevollmà ¤chtigten die Gemeinde leiten, vor allem die Wahl eines neuen Presbyteriums vorbereiten und durchfà "hren. Tatsà ¤chlich wurden einige Monate spà ¤ter neue Presbyterinnen und Presbyter in ihr Amt eingefà "hrt. Nur eine von ihnen hatte schon einmal einem Presbyterium angehà ¶rt. Das neugewà ¤hlte Presbyterium stand vor der Aufgabe, die Pfarrstelle neu zu besetzen. Es erledigte diese Aufgabe, ein Pfarrer wurde gewà ¤hlt. Damit war meine Tà ¤tigkeit als Vakanzvertreter beendet. Nicht beendet waren meine Fragen. Denn in den letzten Monaten meiner Arbeit in dieser Gemeinde hatte ich immer stà ¤rker den Eindruck gewonnen, dass die alten Probleme uns wieder einholen wà "rden. Zahlreiche neue Gesichter saà Ÿen bei der Presbyteriumssitzung um den Tisch; kein Mitglied des alten Presbyteriums, das zurà "ckgetreten war, gehà ¶rte dem neugewà ¤hlten Presbyte¬rium an. Die Probleme aber, die wir in den Sitzungen erà ¶rterten, waren keineswegs neu. Im Gegenteil: Sie waren altbekannt. Die alten Kommunikationsstà ¶rungen waren auf das neue Presbyterium à "bergegangen. So drà ¤ngte sich mir die Frage auf: Wie kommt es, dass in einer Kirchengemeinde das gesamte Presbyterium samt Pfarrstelleninhaber ausgewechselt werden kann, und doch werden durch den Personalwechsel die Probleme nicht beseitigt? Warum kà ¶nnen Probleme dauerhafter sein als die Personen, die an ihnen beteiligt sind? |
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